„Mit Auszeichnung“ für die Musikkapelle Sulzschneid

Sehr erfolgreich hat sich die Musikkapelle Sulzschneid an den Wertungsspielen im ASM-Bezirk Marktoberdorf beteiligt. Organsiert hatte sie der Muikverein Ruderatshofen, der Jury vorgespielt wurde in der Halle der Mittelschule in Marktoberdorf. Unter der Leitung ihrer Dirigentin Alexandra Hahn erspielte sie sich in der Mittelstufe mit 90,5 Punkten den ersten Rang mit Auszeichnung. Das wurde am Abend gebührend auch mit Musik und Gesang gefeiert.

Freude über die Auszeichnung bei Dirigentin Alexandra Hahn und Vorsitzendem Bernhard Sirch.

Ende Mai hatten die Sulzschneider am Bezirksmusikfest Seeg teilgenommen und spielten dort vor. Dort war sie in der Stufe 3 noch auf 87,8 Punkte gekommen. Fazit: Seitdem ordentlich gesteigert. Herzlichen Glückwunsch.

Drei Kinder feiern ihre Erstkommunion

„Mit Gott verbunden“: Unter diesem Motto feierten in der St.-Pankratius-Kirche in Sulzschneid ein Mädchen und zwei Buben mit Pfarrer Sajimon Vargese und Pfarrreferentin Christine Baur ihre erste Heilige Kommunion. Das erste Mal den Leib Christi empfangen durften in der Kirche Fabian Häutle, Josef Klaus und Emma Panje. (Text: Marion Panje/Foto: Margot Kathan)

Goldene Ehrennadel für Walter Sirch

Es sei nicht selbstverständlich, dass Menschen heutzutage Ja sagen zum Dienst für Gott und die Gemeinschaft, würdigte Pfarrer Sajimon Vargese (rechts) das Engagement von Walter Sirch (Zweiter von rechts). Dieses sei über bloßes Mitwirken hinaus gegangen. Es sei vielmehr ein „echtes Mitleben und sich Sorgen um das Wohl der Pfarrgemeinde“ St. Pankratius in Sulzschneid gewesen. 24 Jahre lang wirkte Sirch als Mitglied im Pfarrgemeinderat und als dessen Vorsitzender. Der Geistliche überreichte ihm dafür die goldene Ehrennadel der Diözese Augsburg, vom neuen Vorsitzenden Oswald Settele und Kirchenpfleger Florian Steinacher (von links) gab es außer Dankesworten eine Urkunde und einen Präsentkorb.

Gauvorsitzender ehrt verdiente Trachtler aus Sulzschneid

Eine besondere Freude war es 1. Gauvorstand Sepp Wohlfahrt, bei der Gauversammlung Ehrungen an Mitglieder des Trachtenvereins Sulzschneid auszureichen. In dankbarer Anerkennung erhielten die Mitglieder des Sulzschneider Viergesang Hans Settele, Meinrad Settele, Reinhold Glas begleitet von Helga Frei an der Zither, die durch ihr Mitwirken seit über 40 Jahren vorbildlich die Heimat- und Trachtensache unterstützten, die Urkunden überreicht. Gisela Frey ist für ihre 24-jährige Tätigkeit im Ausschuss, davon 18 Jahre als Trachtenwartin die Ehrenurkunde überreicht worden. Die gleiche Ehrung wurde Rainer Settele zuteil für seine 18-jährige Tätigkeit im Ausschuss und seine Dienste als Vereinsmusikant über 49 Jahre. Die Auszeichnung für besondere Verdienste mit Urkunde und Nadel erhielt Günther Strobel, der 15 Jahre als 2. Vorstand und 18 Jahre als 1. Vorstand der D’ Hohenwaldegger Sulzschneid den Verein führte und insgesamt 44 Jahre im Ausschuss die Heimat- und Trachtensache unterstützte und förderte. (mk)

Musikalische Zeitreise mit den Dissonanten

Die Dissonanten präsentieren ihre Revue mit Musik der 1950er und 60er Jahre am Sonntag, 10. Mai, um 20 Uhr im Vereinsheim in Sulzschneid. Sie laden ein zu einer Zeitreise in die Jahre des deutschen Wirtschaftswunders. Dieses Zeitalter steckt laut Ankündigung voller musikalischer Vielfalt, die das Ensemble mit Schwung und bekannten Klassikern auf die Bühne bringt. Die Zuschauer erleben Highlights von Caterina Valente, Bill Ramsey, Louis Armstrong, den Chordettes, Hazy Osterwald, Frank Sinatra und dem legendären Heinz Erhardt. Auch die in Deutschland stationierten US-Soldaten brachten viele musikalische Einflüsse mit, die bis heute nachhallen. „Gemeinsam erkunden wir die ersten Schritte des Fernsehzeitalters in Deutschland. Kommen Sie vorbei und stimmen Sie mit ein in den Rhythmus der 50er und 60er Jahre!“ Weitere Infos unter www.dissonanten.de. Karten gibt es in der Schlossapotheke Marktoberdorf, Telefon 08342-2201, E-Mail info(a)apo-schloss.de

Ein Preis für jedes Paar

Zum Abschluss vor der Sommerpause organisieren die Kleintiroler Schützen wieder ein Er und Sie-Schießen. Wie sich die Paare zusammensetzen, ist egal – Hauptsache es sind zwei. Geschossen werden zehn Schuss auf normale Scheiben, gewertet werden die Zehntelringe. So hat jeder gute Chancen. Das Schießen am Dienstag, 5. Mai, beginnt um 19.30 Uhr. Viel Spaß.

Feuerwehr rückt zu Unfall bei Balteratsried aus

Am späten Samstagnachmittag rief die Sirene auch die Feuerwehr Sulzschneid zum Einsatz. Zwischen Balteratsried und Lengenwang war es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Pkw, besetzt mit einer 83-jährigen Fahrzeuglenkerin und ihrer 86-jährigen Beifahrerin, befuhr die Staatsstraße 2008 aus Lengenwang kommend in Richtung Balteratsried. Kurz vor Balteratsried wurde der Pkw von einer 34-Jährigen mit deren Pkw überholt. Die 34-Jährige geriet dabei auf die Bankette, sodass sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und in die Seite des überholten Pkw fuhr. Dieser wurde dadurch stark nach rechts gegen die Leitplanke geschleudert. Durch den Unfall wurde die 86-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Sie wurde durch die Feuerwehren Marktoberdorf und Lengenwang aus dem Fahrzeug geschnitten und geborgen. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt, wobei auch ein Rettungshubschrauber hinzugezogen wurde, kam sie mit dem Rettungsdienst in eine nahegelegene Klinik. Am Fahrzeug der 83-Jährigen entstand Totalschaden, der Pkw der Unfallverursacherin wurde leicht beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. Die Staatsstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme für den Verkehr gesperrt. (Polizei Marktoberdorf)

Trotz sehr guter Leistung knapp gescheitert

Nach der deutlichen Niederlage im Hinkampf hat Sulzschneid 2 im Rückkampf gegen Rieder 2 eine ordentliche Schippe draufgelegt und ein fantastisches Ergebnis geschossen. Zu einem Sieg hat es allerdings sehr knapp nicht gereicht. Es hieß 1452:1459.
Ganz oben auf der Sulzschneider Ergebnisliste stand Martin Hintermayr mit 370 Ringen. Dicht dahinter lag Beatrice Reichhart mit 368. Auf 364 Ringe kam Markus Kümmerle. Laura Reichhart hat sich nach schwachem Start von Band zu Band gesteigert und am Ende 93 Ringe abgeliefert. In der Summe erzielte sie 350 Ringe.

Neues Theaterstück: Zwischen Nierentisch und Fräuleinwunder

Als er noch ein kleines Kind war und sein Vater erzählte, drehte sich viel um Panzer und Krieg. Und als seine Mutter zu singen begann, flossen oft Tränen. Aber warum? So richtig in die Tiefe gingen die Gespräche über die Nachkriegszeit eigentlich nie. Er fragte auch nicht nach. Intensiv beschäftigt hat sich Stefan Grassmann erst vor wenigen Jahren damit. Herausgekommen ist ein Theaterstück mit Livemusik: „Zwischen Nierentischen und Fräuleinwunder.“

Als Autor und Regisseur des Stückes – und in seinem neuen Werk auch als Filmproduzent – lässt Grassmann zwei Frauen vom „Sturm der Zeit“ in den Jahren zwischen 1945 bis 1961 erzählen. Zunächst bei sechs Aufführungen im Mobile in Marktoberdorf. Weitere Spieltermine seien für das Manoli Ensemble, das es auf die Bühne bringt, denkbar, sagt er.

Viele Bücher hat er über die Zeit gelesen, mit etlichen Zeitzeugen gesprochen. Sogar als er Requisiten für das Stück suchte, hätten ihm die Menschen berichtet. Das förderte für ihn viel Überraschendes zutage – sowohl bei Gehortetem wie alten Anzügen oder Bügeleisen, als auch bei den persönlichen Erinnerungen. Ein Abenteuer an sich war auch das Drehen eines Kurzfilms samt Trailer für das Theater. Er wusste von Oldtimersammlern in Sulzschneid, wo Grassmann lebt, fragte sie an und schon kurz danach stand ihm ein richtiger Fuhrpark mit Fahrzeugen jener Zeit zur Verfügung: Traktor, Autos, Motorräder. „Alle waren so hilfsbereit.“

Film und Aufzeichnungen vermengt er zum dreiteiligen Theaterstück. Da ist der Aufbruch nach Kriegsende. Meist beseitigten die Frauen die Trümmer. Die Männer waren gefallen, vermisst, verletzt, in Gefangenschaft. Ohne Frauen funktionierte nicht viel. Es folgte die Währungsreform, der Käfer lief und lief und lief, Deutschland wurde Fußball-Weltmeister.

Zu dieser Zeit, sagt Grassmann, kippte das Ansehen der Frauen. Sie mussten sich unterordnen. Der Mann war wieder das Oberhaupt – manchmal sogar per Gesetz. Durch den Krieg hätten Mann und Frau verlernt, miteinander umzugehen. Familienratgeber erfreuten sich hoher Auflagen. Und Kochbücher.

Daraus ergaben sich für Grassmann in seinem Theaterstück zwei Handlungsfelder: Wie gehen die Männer mit Schuld und Erinnerungen um, wie überstehen die Frauen den Druck, der durch gesellschaftliche Zwänge auf ihnen lastet. „Schwere Themen“, sagt er, die er versucht habe, mit Humor und Musik zu verarbeiten.

Aufführungen sind am 17. und 18. April um 20 Uhr, am 19. April um 19 Uhr sowie am 15. und 16. Mai um 20 und am 17. Mai um 19 Uhr. Karten gibt es im Mobile. Mehr auch unter www.mobile-marktoberdorf.de und www.manoli-ensemble.de (mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung)

Sulzschneid, das Dorf der Vielfalt