Schützen nehmen Übungsbetrieb auf

Nach den Lockerungen durch die bayerische Staatsregierung ist es den Schützen wieder möglich, ihren Übungsbetrieb aufzunehmen. Bedeutet: Ab Dienstag, 8. September, werden die Schützen wieder mit Gewehr und Pistole an den Ständen stehen. Die Jugend beginnt um 19 Uhr. Laut BSSB ist es sogar erlaubt, den Sicherheitsabstand während der Übungseinheiten zu unterschreiten. Trotzdem wollen die Sulzschneider auf Nummer Sicher gehen und werden den Betrieb an den Ständen einschränken. Das bedeutet auch, dass nach spätestens 120 Minuten die Räume gelüftet werden müssen. Beim Betreten und Verlassen der Halle und auch beim Gang zum und vom WC muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Wasser muss abgekocht werden

(c) Andreas Filke

In Sulzschneid muss ab sofort das Wasser abgekocht werden. Grund sind Keime, die im Wasser gefunden wurden und diese Maßnahme nötig machen. Sie haben allgemeine oder fäkale Ursachen, heißt es auf dem Handzettel, der in alle Haushalt verteilt wurde. Diese Anordnung des Landratsamts gilt bis auf Weiteres.
Zum Waschen von Obst, Salaten, Gemüsen und dergleichen, die roh verzehrt werden, muss abgekochtes Wasser verwendet werden. Das gilt auch für die Zubereitung von Lebensmitteln, die nicht durchgekocht werden, und für das Wasser zum Zähneputzen. Gleiches gilt auf Bauernhöfen für die Reinigung von Milchgeschirr. Zur Desinfektion des Wassers reiche ein einmaliges Aufkochen, schreibt das Landratsamt.
Beim Baden, Duschen und Händewaschen sei das Risiko, sich zu infizieren, gering. Allerdings sollte kein Wasser geschluckt werden. Leitungswasser kann unbehandelt auch verwendet werden für Kaffeemaschinen, Geschirrspüler und Waschmaschinen.

Fussballer weiter in der Warteschleife

Eigentlich sollten die Fußballer Anfang September den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Doch erneut muss der Bayerische Fußball-Verband den Startpunkt verschieben. Neuer Termin ist nun der 19./20. September (mehr). Ob dieser Termin zu halten ist, ist derzeit sehr fraglich. Künftig wird es einen solchen Re-Start nicht mehr geben. Wenn mehr als die Hälfte der Saison gespielt ist und sie wie jetzt zwangsweise pausieren muss, wird sie abgebrochen. Dazu hat der BFV extra einen Paragrafen in der Spielordnung geändert.

Fleissig im Einsatz für den Dorfbrunnen

Der Brunnen mit der neuen Einfassung

Eigentlich sollte in diesem Jahr der 900-jährige Gründungstag von Sulzschneid gefeiert werden. Die Corona-Krise mit ihren erforderlichen Schutzmaßnahmen vereitelte das. Trotzdem hinderte das ein fleißiges Helferteam nicht, das Dorf aufzuhübschen, genauer gesagt den Platz um den Dorfbrunnen. Seit langem waren die Hölzer, die den Hang begrenzten, marode. Ersatz sollte her und fand sich in alten Bordsteinen aus Granit, die einst die Ruderatshofener Straße einfassten. Ein paar davon stellte die Stadt Marktoberdorf für die Sanierung zur Verfügung. So arbeiteten die Helfer an zwei Vormittagen, rissen das alte Holz heraus, sägten die neuen, alten Steine und verlegten sie. Heraus kam eine schmucke Mauer, die Dank ihrer guten Höhe Wanderer und Radfahrer zum Verweilen einlädt. Geplant hat die Aktion der Gartenbauverein, der auch 1983 den Brunnen gestiftet hatte. Jeder Verein hat ein paar Personen gestellt, sodass insgesamt 13 Helfer am Werk waren, die die Trockenmauer innerhalb von drei Stunden bauten.

Schützen feiern vorsichtig ihr Sommerfest

Die Lockerungen machen es trotz Corona-Krise möglich: Die Kleintiroler Schützen dürfen ihr Sommerfest feiern. Sie bleiben dazu in Sulzschneid und wollen in gemütlicher Runde am Samstag, 11. Juli, ab 20 Uhr am Vereinsheim zusammensitzen. Damit wollen sie ihre Wirtin Bernadette, die für Speisen und Getränke sorgt, nach der langen finanziellen Durststrecke unterstützen. Allerdings müssen nach wie vor zwingend die Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Deshalb ist eine Anmeldung mit Angabe der Personenzahl unerlässlich, weil der Teilnehmerkreis aufgrund der Sicherheitsauflagen begrenzt ist. Anmeldungen nehmen die beiden Schützenmeister Markus Schmid und Christian Rauch entgegen.

Ganz langsam kehrt das Leben zurück

Aufgehoben sind die Beschränkungen wegen Corona noch längst nicht, aber gelockert. Das bedeutet, dass gerade in Sulzschneid das Leben mehr und mehr fast zur Normalität zurückkehrt. So hat der Wasserbeschaffungsverband am 1. Juli seine Jahresversammlung, die Schützen folgen am 11. Juli mit ihrem Sommerfest am Vereinsheim und schließlich hat der FC Sulzschneid am 23. Juli seine Hauptversammlung. Auch in den Gottesdiensten geht es etwas lockerer zu. Der Mund-Nasenschutz muss nur noch beim Betreten und Verlassen der Kirche getragen werden, kleiner Versammlungen sind wieder möglich Gottesdienste im Freien sind mit bis zu 200 Personen erlaubt, Beerdigungen ebenfalls mit 200 Personen draußen (drinnen so viele, wie es die Vorgaben zulassen) und Chorproben. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Sulzschneider steigen aufs Rad

Raus aus dem Auto, rauf aufs Rad: Das will die Aktion Stadtradeln erreichen. Denn viele Alltagswege lassen sich auch mit dem Zweirad bewältigen – was den Körper fit hält und zugleich die Umwelt schont. “Um  auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich das Stadtradeln auch an die Kommunalpolitiker. Sie sind die Entscheidungsträger*innen, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht”, heißt es in der Ausschreibung. Während der Aktion nehmen die Teilnehmer selbst die Lenkerperspektive ein und erfahren, wo die Kommune schon fahrradfreundlich ist  und wo noch nachgebessert werden muss. Die Aktion erstreckt sich über 21 Tage. Für Sulzschneid hat Martin Fumian eine Gruppe ins Leben gerufen. Sie nennt sich “Sulzschneid – wer radelt mit?” Hier geht es zur Anmeldung. Nicht nur er freut sich, wenn möglichst viele mitmachen.

Sulzschneid nicht verfälschen

Sulzschneid gilt als ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, das in dieser Kompaktheit nicht mehr häufig anzutreffen ist. Viele Dörfer sind inzwischen durch Neubaugebiete zersiedelt, moderne Häuser passen oft nicht zum Ortsbild. Deshalb sollten Bauherren beim Neubaugebiet an an der Baldaufstraße Feingefühl walten lassen. Im Stadtrat wurden durch den Planer Vorschläge laut, wie das aussehen könnte. Geplant sind dort Einfamilienhäuser, wenige Doppelhäuser, aber auch zwei Mehrfamilienhäuser, damit Sulzschneider, denen das eigene Haus zu groß geworden ist, trotzdem im Dorf wohnen bleiben können (mehr, mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung).

Sulzschneid, das Dorf der Vielfalt