Am Freitag musste die Feuerwehr Sulzschneid ausrücken. Es gab bei Balteratsried einen Unfall. Drei Autos waren zusammengestoßen, vier Personen wurden verletzt. Hier die Originalmeldung der Polizei:
„Am Freitagabend gegen 20.25 Uhr befuhr eine 59jährige Pkw-Fahrerin die St 2008 von Marktoberdorf in Fahrtrichtung Lengenwang. Kurz vor einer Rechtskurve zwischen Kühmoos und Balteratsried wurde diese aufgrund des Lichtes vom Gegenverkehr geblendet, verlor dabei die Orientierung und geriet im Kurvenverlauf nach links auf die Gegenfahrbahn. Dabei kollidierte ihr Pkw zuerst seitlich mit einem ordnungsgemäß entgegenkommenden Pkw, der von einem 19jährigen gesteuert wurde. Dieser geriet dabei schleudernd nach links von der Fahrbahn ab und kam erst in einem angrenzenden Feld zu Stehen. Danach stieß die 59jährige noch mit einem weiteren entgegenkommenden Pkw frontal zusammen, der von einer 34jährigen Fahrerin gesteuert wurde und mit einem 35jährigen Beifahrer besetzt war. Beide Fahrzeuge kamen daraufhin, in ihren jeweiligen Fahrtrichtungen, nach rechts von der Fahrbahn ab. Die 34jährige Fahrerin wurde dabei eingeklemmt und musste mit Hilfe der hinzugezogenen Feuerwehr Marktoberdorf mit technischen Geräten aus ihrem Fahrzeug befreit werden. Die 34jährige wurde mittelschwer, der 35jährige Beifahrer leicht verletzt. Die 59jährige Unfallverursacherin, sowie der 19jährige Fahrer des ersten Pkw wurden leicht verletzt. Alle Unfallbeteiligten wurden zur weiteren ärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Zudem wurde bei der 59jährigen Unfallverursacherin eine erhebliche Alkoholisierung festgestellt, woraufhin bei dieser eine Blutentnahme durch die Polizei angeordnet wurden. Ihr Führerschein wurde sichergestellt. Alle Unfallfahrzeuge waren erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf ca. 33 000 Euro beziffert. Die St 2008 war für drei Stunden in beiden Richtungen komplett gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren Marktoberdorf, Sulzschneid und Rieder waren mit 6 Fahrzeugen und ca. 40 Einsatzkräften eingebunden. “
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Was eine Sulzschneiderin in den goldenen 20er erlebt: Die Dissonanten zeigen es
Wieder einmal rissen die Dissonanten ihre Zuhörer im voll besetzten Saal des Vereinsheims Sulzschneid voll mit. Da wurde zu den Gassenhauern der 1920er bis 1940er-Jahren im Takt mitgeklatscht und -gesummt. Immer wieder entfachten die Sängerinnen und Sänger wahre Begeisterungsstürme bei ihren Zuhörern, allesamt wie sie selbst Anhänger dieser swingenden Melodien.
Gelungen war die Idee, die sich wie ein roter Faden durch den Abend schlängelte: Das Landmädchen Grete Settele besucht ihre Schwester in Berlin. Mit ihren Freunden zeigt diese ihr die Seiten der Stadt, wobei diese viele der seinerzeit beliebten und bis heute bekannten Songs zum Besten gaben. Auch reine Livemusik-Einlagen fehlten nicht. Bei Liedern wie „bei mir bist Du schön“, „wir machen Musik, da geht Dir der Hut hoch“, und „der Haifisch der hat Zähne“ wird die schüchterne Grete immer mutiger. Beim Gang mit dem „kleinen Gardeoffizier“ durch die Vergnügungsviertel der Stadt lernt sie die unterschiedlichsten Leute kennen. Die raten ihr „nimm nen Alten“, singen im Regen, vom kleinen grünen Kaktus auf dem Balkon und davon, dass einmal ein Wunder geschieht.
Und mit Grete geschieht wirklich ein Wunder, Sie lernt Bordsteinschwalben, Schwulen- und Lesbenlokale kennen („Liebe ist kein Problem“) und wird immer lockerer. Sowohl ihr Outfit wie ihr Auftreten verändert sich; sie passt sich ihrer Umgebung an, strippt gar vor Karl und wird vom Landmädel zur Großstadtpflanze („ich bin die fesche Lola“).
Die Lacher auf ihrer Seite hatten die Sänger auch, als sie die Wetterkartensendung von Peter Frankenfeld kopierten. Mit „irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“ erinnerten sie an das letzte Auftreten der Komödianten. Die Gruppe durfte nicht ohne mehrere Zugaben den Abend beenden. Als die sie schließlich mit „bye bye my love“ von der Bühne ging, wollte der Beifall nicht enden.
(mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung, 19. Oktober, 2022, Autorin Rosemarie Klimm; mehr zu den Dissonanten)
Mit den Dissonanten ins Berlin der Zwanziger Jahre
Die Dissonanten kommen mit neuem Programm und neuen Gesichtern zurück auf die Sulzschneider Bühne – pünktlich zum Jubiläum 900 Jahre Sulzschneid. Die Revue im Stil der 1920er Jahre verspricht auch diesmal unterhaltsame Stunden. Denn: Was erlebt eine junge Sulzschneiderin im wilden Berlin der damaligen Zeit? Grete besucht ihre Schwester, wird als Tänzerin entdeckt, geht zum Casting, lernt einen Eintänzer kennen und … Gespielt werden die beiden Frauenrollen von Annette Lotter und Kathrin Schindele. Musik aus dieser Zeit, sei es Instrumental, als Solo oder im Chor machen den Abend spannend und genussvoll.
Spieltermine sind am 14. und 15. Oktober in Sulzschneid im Vereinsheim. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Vorverkauf der Karten ist unter Telefon 08349/1240 oder per E-Mail info@dissonanten.de
Weitere Infos auch bei den Dissonanten.
Großfeuer in Sulzschneid auf zwei Bauernhöfen
Als nachts um 0.30 Uhr die Sirene ging, schraken viele in Sulzschneid hoch. Quasi vor der eigenen Haustür brannte es. Die Wiederkehre zweier Bauernhöfe standen in Flammen. Aus der Entfernung schien es, als brenne das halbe Dorf, so hoch und hell war der Feuerschein. Durch die enge Bebauung bestand höchste Gefahr, dass das Feuer auf noch mehr Gebäude übergreift, zumal der Funkenflug heftig war. Man hatte den Eindruck, die Sterne in dunklen Himmel über einem glühten. Neun Feuerwehren mit fast 200 Einsatzkräften verhinderten jedoch noch Schlimmeres. Dennoch geht der Schaden nach ersten Schätzungen in die Millionen und für die Betroffenen bedeutet das Feuer eine Katastrophe. Mehr zu lesen und zu sehen ist in der Allgäuer Zeitung.
Streifzug durch Sulzschneids Geschichte
Bis Ende Juli ist im Pfarrheim in Sulzschneid eine Ausstellung zu sehen, die sich mit der Geschichte von Sulzschneid beschäftigt. Die Fotografien, Schriftstücke und andere Exponate umfassen weit mehr als 100 Jahre der 900-jährigen Geschichte des Ortes. Zusammengetragen wurden sie von Manfred Jocham, der bei der Eröffnung einer Reihe von Ehrengästen wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell viel Interessantes zu erzählen hatte, und Martina Strobel (demnächst mehr).
Zu sehen ist die Ausstellung sonntags von 14 bis 16 Uhr, mittwochs von 17 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Wie Sulzschneid früher war
Auf viel Aufmerksamkeit ist die Ausstellung über Sulzschneid im Pfarrheim gestoßen. Alte Fotos , historische Gegenstände und etliche Unterlagen sind dort bis Ende Juli zu sehen. Noch mehr Leben erhält das Ganze durch Berichte von Zeitzeugen, die sich daran erinnern, wie das Leben in Sulzschneid in den Jahren zwischen 1930 und 1960 war. Dazu hat Stefan Grassmann ein abwechslungsreiches Programm mit Interviews, Lesung, Musik und Gesang zusammengestellt. Zu sehen und zu hören ist das am Freitag, 1., und Samstag, 2. Juli, ab 20 Uhr im Vereinsheim. Seine Gesprächspartner sind Marie Luise Hipp, Josef Pröll und Armin Klaus. Die Fotos dazu hat Manfred Jocham zusammengestellt, der zusammen mit Martina Strobel auch die Ausstellung im Pfarrheim konzipiert hat. Mit Lesung, Musik und Gesang sind Ulla Klaus, Martin und Claudia Fumian, Manfred Selb und Stefan Grassmann beteiligt. Anmeldungen werden empfohlen unter der Telefonnummer 0175/1638884 oder per E-Mail info@stefangrassmann.de
Bundesministerin Lemke besucht Schwindenmoos bei Sulzschneid
Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat am Montag das Schwindenmoos zwischen Sulzschneid und Heggen besichtigt. Der Anlass ist ein ganz besonderes Projekt. Lest hier weiter.
Dreh für den nächsten Film in Sulzschneid
Der erste Film „S‘ Dorf“ war ein grandioser Erfolg. Nun soll in Sulzschneid und mit Sulzschneidern der nächste Film gedreht werden. Alle sind dazu eingeladen: Kinder, Jugendliche, Ältere, Menschen, die die Arbeiten daran unterstützen wollen, oder die einfach nur neugierig auf das Projekt sind. Denn es gibt dazu einen Infoabend: am Dienstag, 24. Mai von 18 bis etwa 19 Uhr in der Halle (Vereinsheim). Hanna, Sofia und Stefan, die drei Verantwortlichen, freuen sich jedenfalls über alle, die mitwirken wollen: in Sprechrollen, als Statisten, als Helfer, um die Technik aufzubauen (Licht, Ton). Sie suchen noch jemanden, der die Maske macht (Schminke) und suchen nach Drehorten. Kurzum: Sie suchen Unterstützung jeglicher Art. An diesem Abend werden das Drehbuch vorgestellt und erste Rollen verteilt.
Wenn Trampoline in der Freinacht das Fliegen lernen
Dass Hexen in der Walpurginsnacht auf ihren Besen fliegen und die Gegend unsicher machen, ist bekannt. In Sulzschneid aber können sogar Trampoline fliegen und landen auf dem Dach der Bushaltestelle. Auffallend viele dieser Sportgeräte fanden sich nach der Freinacht unter dem neuen Maibaum wieder. Auch anderes Spielzeug und ein Wasserfass waren dort abgestellt und warteten auf ihre Besitzer.
Hohe Auszeichnung der Trachtler für Walter Sirch

Walter Sirch ist vom Landesvorsitzenden des bayerischen Trachtenverbands, Günter Frey, mit der Lehrer-Vogl-Medaille ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung, die der verband verleiht. Sie erinnert an den Lehrer Josef Vogl, der sich um 1883 für die Erhaltung der alten Trachten und des Brauchtums stark. Er gründete in diesem Jahr mit anderen den „Verein zur Erhaltung der Volkstracht im Leitzachthal“. Dieser ist der erste Gebirgstrachten-Erhaltungsverein in Bayern.
Walter Sirch gilt als ein Urgestein der Bayerischen Trachtenbewegung. Er war bis 2021 Vorsitzender des Sachgebietes Mundart, Brauchtum, Laienspiel im Bayerischen Trachtenverband. War dies 19 Jahre lang. Zudem war er acht Jahre als stellvertretender Vorsitzender im Sachausschuss Volkstanz und Schuhplattler und 13 Jahre lang Erster Gauvorstand im Oberen Lechgau-Verband. Seit Jahrzehnten setzte er sich für Mundart, Brauchtum und Laienspiel in Verein, Schule und Kabarett ein.
Walter Sirch war in seinem Heimatverein Stötten Jugendleiter und Vorplattler, sechs Jahre Zweiter Vorstand und 18 Jahre Theaterleiter. Seit 1989 ist er Mitglied bei den Hohenwaldeggern Sulzschneid, wo er seit dem Jahr 2000 Theaterleiter ist.
Im Oberer Lechgau-Verband gehörte Walter Sirch seit 39 Jahren dem Gauausschuss an. Dabei hatte er zahlreiche Funktionen: Gauvorplattler, Beisitzer, Pressewart, Sachgebietsleiter Mundart, Brauchtum, Laienspiel, Gauschiedsgerichtsvorsitzender, Zweiter Gauvorstand und Erster Gauvorstand. Außerdem war Walter Sirch von 1990 bis 2002 Walter Sirch Zweiter Landesvorplattler. Anschließend hat er das Sachgebiet Mundarbeit, Brauchtum, Laienspiel des Bayerischen Trachtenverbandes geleitet. Projekte wie das Kartenspielbuch „Vom Alten zum Zwanzger“ sind entstanden und die bayernweite Nikolaus-Malaktion an Schulen wurde von ihm mit initiiert. Besonders wichtig waren ihm Theater-Lehrgänge, die er organisierte. Es gibt von ihm viele eigene Theaterstücke.
Seit 2005 spielt er mit Sigrid Kraus das Mundart-Kabarett A(lb)traumpaar. Dies hat Ministerpräsident Markus Söder 2018 mit dem Bayerischen Dialekt-Preis ausgezeichnet.
(Anna Felbermeir)



















