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Neue Könige und einige Geehrte bei den Schützen

Die Kleintiroler Standschützen Sulzschneid haben ihre neuen Könige inthronisiert. Bei den Erwachsenen erhielt (in Abwesenheit) Konrad Rauch die Kette. Er gewann mit einem 2,5-Teiler vor Pokalsieger Arthur Reichhart (4,2), Wurstkönig Martin Hintermayr (6,3) und Brezenkönigin Erna Fahr (10,8), zugleich Schützenliesel und mit der besten Summe der Teiler auch Gewinnerin des Wanderpokals.

Bei der Jugend war der 4,0-Teiler von Hannes Schnitzler nicht zu schlagen. Auch der Wanderpokal ging an ihn. Die Pokalsiegerin und Schützenliesel bei der Jugend, Leonie Plobner, erzielte einen 19,6-Teiler, Wurstkönigin Franziska Settele einen 34,6-Teiler und Brezenkönig Lukas Panje (ebenfalls in Abwesenheit) einen 36,3-Teiler.

In diesem Jahr sollen die Schützenkönige wie früher an zwei Schießabenden im Herbst ermittelt werden. Bisher wurde der beste Zehner gesucht, den ein Schütze während des Übungsschießens das ganz Jahr über getroffen hat.

Bei der Jahresversammlung ehrte Schützenmeister Markus Schmid auch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein. Dies sind für 50 Jahre Alfred Baur, Rudi Fischer, Mina König, Hermann Kösel, Karl Paulsteiner und Elfriede Settele. 25 Jahre gehören den Schützen Alexander Filke, Alexandra Knestel, Christoph Kösel, Martin Müller und Roland Müller an.

Ebenso wurden die neuen Vereinsmeister bekannt gegeben. Dabei gab ein nach vielen Jahren einen Wechsel. In der Altersklasse rutschte Petra Fischer, seit Jahren Seriensiegerin, auf Platz 2. Neuer Sieger ist Bernhard Hipp. In der Schützenklasse ist Zweiter Schützenmeister Christian Rauch der Beste. Die ausführliche Liste findet ihr hier.

In seinem Bericht erwähnte Markus Schmid besonders das Vereineschießen, das erstmals nach der Coronapause wieder ausgetragen worden war. Bei der Marktoberdorfer Stadtmeisterschaft wurde Franziska Settele Stadtjugendkönigin, Petra Fischer Meisterin in ihrer Klasse, die Jugend belegte zwei dritte Plätze, was von einer guten Jugendarbeit zeuge, und in der Mannschaftswertung kam Sulzschneid auf Platz 2. Weitere gut besuchte Veranstaltungen waren das Sommerfest mit Pizzawagen, das Klausenschießen, der Werbeabend sowie das Er-und-Sie-Schießen.

Dem Bericht von Schriftführerin Manuela Reichhart und dem Kassenbericht von Martin Müller folgte die Bilanz von Sportleiter Bernhard Hipp. Zu dieser Saison wollen die Sulzschneider wieder eine dritte Mannschaft in den Rundenwettkampf schicken. Die erste Vertretung mischt in der Gauoberliga derzeit gut mit, die zweite ist wieder in die A-Klasse abgestiegen. Er empfahl der Jugend, sich bei Sulzschneids Nummer eins, Markus Erhard, im Training mal was abzuschauen und sich bei ihm Tipps zu holen. Für Jugendleiterin Kerstin Streif legte Christian Rauch den Bericht vor. Der Fleiß der Jugend sei ausgezeichnet, die Trainingsbeteiligung sogar besser als bei den Erwachsenen. „Alle haben ihr Ringergebnis verbessert“, sagte er.

Gerhard Schmid als Vorsitzender des Verwaltungsrats warb noch einmal dafür, intensiv nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Bernadette Rieger für die Bewirtung des Vereinsheims zu suchen. Sie hat nach 20 Jahren aufgehört. Den Früh- und den Dämmerschoppen werden die Vereine umschichtig betreiben, für eigene Veranstaltungen müssen die Gruppen selbst für eine Bewirtung sorgen.

Jungschütze gewinnt mit bestem Ergebnis den größten Nikolaus

Über eine enorme Beteiligung beim Nikolausschießen freuen sich die Kleintiroler Schützen. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersklassen versuchten ihr Glück. Denn das war nötig, um möglichst viele Ringe zu erzielen. Dabei wurden erneut nur die Zehntelringe, also die Werte nach dem Komma, gezählt, was das Schießen so attraktiv macht.

Gewonnen hat ein Jungschütze. Lukas Panja lag mit herausragenden 68 Ringen vor Leni Settele (61) und Manuel Baur (59). Er setzte sich gegen Hannes Schnitzler durch, der zwar auch auf 59 kam, aber in der zweiten Wertung unterlegen war.
Bei den Erwachsenen (58 Starter) führte Christian Rauch mit 62 Ringen das Klassement an. Die Entscheidung um die Spitzenplätze war in dieser Kategorie ebenso knapp wie bei der Jugend. Denn auf den Plätzen zwei und drei lagen Markus Erhard und Julia Barnsteiner mit 61 gleichauf. Mit 55:42 war am Ende Markus vorn. Auch auf den weiteren Plätzen gab es ein Gedränge. Arthur Reichhart und Gottfried Settele hatten beide 60 Ringe erzielt. Sogar in der weiteren Wertung erreichten beide 37 Ringe, somit gab es einen geteilten vierten Rang.

Für jeden einen Nikolaus

Endlich durften wieder bei den Kleintirolern die leckeren Hefenikoläuse persönlich in Empfang genommen werden. Es war ein schönes Nikolausschießen, an dem sich 41 Schützinnen und Schützen, Große und Jüngere, beteiligt haben. Bei der Jugend gewann Leonie Plobner mit einem tollen 13,2-Teiler. Leni Settele als Zweitplatzierte schoss einen 36,6-Teiler. Und den drittgrößten Nikolaus holte Josef Settele mit einem 49,3-Teiler. Bei den Erwachsenen schaffte niemand das Ergebnis von Leonie. Ohnehin lagen sie viel dichter beieinander. Der Beste hatte einen 32,-5 Teiler, die Zehnte immer noch einen 58,3-Teiler. Von Platz vier bis sechs war gerade einmal ein Unterschied von 0,7. Den größte Nikolaus erhielt Markus Erhard, ihm folgten Konrad Rauch (41,2) und Christian Rauch (43,2). Leer ging bei dem Schießen niemand aus. Die wenigen Exemplare die dann noch übrig blieben, wurden versteigert.

Schützen legen Termine fest

In seiner ersten Sitzung nach dem Corona-Lockdown hat der Ausschuss der Sulzschneider Schützen die nächsten Termine festgelegt. Weil das Gauschießen bei den Magnusschützen in Leuterschach bereits vor längerer Zeit abgesagt wurde, startet das Übungsschießen erst wieder am 7. September. Dabei sollen auch einige Preise ausgeschossen werden. Diese sollen bei einem kleinen Fest am 10. oder 11. September verteilt werden. Das Nikolausschießen ist am 23. und 30. November. Die Klausen werden am 7. Dezember verteilt. Am 14. Dezember ist das letzte Schießen in diesem Jahr. Nach der kurzen Weihnachtspause wird es am 11. Januar 2021 wieder aufgenommen. Die Jahresversammlung findet am 15. Januar 2021 statt. Im Jahr 2020 wird es keine Jahresversammlung mehr geben.
Größtes Projekt bis zum ersten Schießen wird es sein, den Schießstand auf Vordermann zu bringen. Er muss in einigen Punkten sicherheitstechnisch verbessert werden.