Archiv der Kategorie: Kirche

Keine Segnung von Boschen und Kerzen

Eigentlich sollten selbstgefertigte Palmboschen im Vorzeichen der Kirche abgestellt und dann vom Pfarrer gesegnet werden. Das ist nun auf Weisung des Bistums nicht mehr möglich. Stattdessen sieht das Bistums vor, dass die Gläubigen zu Hause selbst ein Segensgebet sprechen. Ähnlich sieht es zum Osterfest aus. “Die Segnung von Osterkerzen und die Speisesegnung für die Gläubigen sind im Gottesdienst nicht möglich. Die Gläubigen sollen wie im Hausgottesdienst des Bistums vorgesehen – ein Segensgebet über die Speisen und die Osterkerze sprechen”, heißt es auf der Bistumshomepage (mehr).

Weitere Absagen

Das öffentliche Leben liegt auch in Sulzschneid ziemlich lahm. Der Sportplatz darf nicht genutzt werden und das Vereinsheim ist bis auf Weiteres wegen der Ausgangsbeschränkung und des Versammlungsverbots geschlossen. Das bedeutet: Auch das Schießen fällt in nächster Zeit aus.
Unterdessen hat das Bistum Augsburg verfügt, dass Gottesdienste unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert werden. Dies gilt bis einschließlich den Weißen Sonntag. Das wiederum bedeutet, dass sogar an Ostern öffentlich keine Messen gefeiert werden. Die Gläubigen sollen jedoch erfahren, wann der Pfarrer den Gottesdienst feiert, um in dieser Zeit von zu Hause aus in einer Gebetsgemeinschaft untereinander verbunden zu sein (mehr).

Gottesdienst live aus St. Martin

Die Kirchen sind zwar derzeit für Gebete geöffnet, Gottesdienste müssen aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Eine Alternative bieten daher Online-Gottesdienst. So überträgt die Pfarreiengemeinschaft Marktoberdorf am morgigen Sonntag, 22. März, ab 10.30 Uhr die Messe mit Pfarrer Oliver Rid aus St. Martin in einem Livestream. Auch das Bistum Augsburg bietet mehrere solcher Möglichkeiten an (mehr).

Bistum setzt Gottesdienst aus

“Das Bistum Augsburg stellt ab sofort die Feier von allen öffentlichen Gottesdiensten, d.h. Eucharistiefeiern und alle anderen liturgischen Feiern, an allen Orten auf seinem Gebiet ein. Diese Regelung gilt vorerst bis Freitag, 3. April 2020.” Dies hat die Diözese bekanntgegeben. Am Wochenende waren noch Gottesdienste gefeiert worden unter der Auflage, dass nicht mehr als 100 Personen daran teilnehmen dürften. Nun ist die Diözese dem Bespiel andere Bistümer in Deutschland gefolgt.
Konkret heißt das: Beerdigungen finden weiterhin statt, allerdings nur mit dem engsten Kreis der Hinterbliebenen. Die Totenmesse wird nachgeholt. Taufen und Trauungen finden bis einschließlich 30. April nicht mehr statt. Firmungen, die für März und April vorgesehen waren, werden abgesagt. Auch Erstkommunionen, die bis 26. April hätten stattfinden sollen, werden verschoben.
Schon zuvor hatte das Bistum gesagt, dass Chorproben generell, aber ebenso Senioren- oder Firmnachmittage bzw. Elternabende im Zweifel abgesagt werden sollen. Bei Sitzungen von Gremien, Konferenzen, Treffen von Gruppen, Fortbildungen im kleineren Kreis sollte genau geprüft werden, ob diese derzeit unverzichtbar sind bzw. nicht doch verschoben werden können. Nötige Abstimmungen und Absprachen untereinander seien alternativ per Telefon bzw. digital vorzunehmen. (mehr)

Sternsinger freuen sich über Spenden

Wieder einmal sehr erfolgreich war das Sternsingen in Sulzschneid. Die Gruppen, die diesmal von Haus zu Haus zogen und den Segen Gottes überbrachten, haben in der Pfarrei St. Pankratius für notleidende Kinder 1551 Euro gesammelt. Insgesamt kamen in der Pfarreiengemeinschaft 11030 Euro zusammen. Das Schwerpunktland der diesjährigen Sternsingeraktion ist der Libanon (mehr).

Jesus im Herzen

Zur Erstkommunion gingen in St. Pankratius Vitus Knestel, Noah Klaus und Hannes Schnitzler. Sie feierten den Gottesdienst mit Pfarrer Sajimon Vargese

In einem festlichen Gottesdienst haben Noah Klaus, Vitus Knestel und Hannes Schnitzler in St. Pankratius ihre erste Kommunion empfangen. Pfarrer Sajimon Vargese sprach von einer Begegnung mit Jesus in besonderer Weise. “Jesus will mit uns wohnen”, sagte er. Deshalb “kommt er in Eure Herzen in Gestalt von Brot und Wein”. Musikalisch gestaltet wurde die Messe vom Landjugendchor Sulzschneid.

Sie teilen ihr selbst gebackenes Brot

Sulzschneid Kommunionkinder backen Brot mit Walter Sirch (c) Helga Schnitzler

Ostern: Das hat immer etwas mit Teilen zu tun. Beim letzten Abendmahl teilte Jesus Brot und Wein mit den Jüngern. Die Sulzschneider Kommunionkinder Hannes, Noah und Vitus erfuhren das nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis, indem sie bei Walter Sirch selbst ihr Brot buken und es mit nach Hause nahmen. In den Gottesdiensten an Ostern wird es noch gesegnet, damit es dann zu Hause heißen kann: gesegnete Mahlzeit.

Im Zeichen der Nächstenliebe

Passionssingen in St. Pankratius mit dem Kirchenchor St. Pankratius und dem Landjugendchor, dem Sulzschneider Viergesang und dem Zithertrio. Foto: Cornelia Kelz

Mit dem Ruf zur Umkehr „Jetzt ist sie da, die rechte Zeit; jetzt ist er da, der Tag des Heils“ hat das traditionelle Passionssingen in der Sulzschneider Pfarrkirche St. Pankratius beginnen. Gut 40 Personen gestalteten singend und spielend eine Stunde der Besinnung. Der Kirchenchor St. Pankratius und der Landjugendchor, der Sulzschneider Viergesang und das Zithertrio antworteten auf die einzelnen Lesungen von Lektor Stefan Graßmann mit ihren passenden Liedern und Instrumentalstücken. Die Fastenzeit ist nicht nur Umkehr und Buße, sondern lädt auch zur Erneuerung des Glaubens ein. So sprachen die Texte unter anderem von Erneuerung der Taufe – vom Wasser, das reinigt und belebt. Auch die Freude an der Kirche und die Weitergabe ihrer Botschaft sei ein wichtiger Bestandteil in der heutigen Zeit, wurde deutlich. Die Werke der Nächstenliebe und die Bereitschaft, sein Kreuz auf sich zu nehmen, bildeten den Schluss des abwechslungsreichen und kurzweiligen Abends. Pater Sajimon Vargese spendete den Segen und entließ nach dem gemeinsamen Lied „O du hochheilig Kreuze“ die Zuhörer in die Feier der nahenden Kar- und Ostertage. An Spenden kamen 305 Euro zusammen, welche in die Restaurierung der Ölbergdarstellung im Vorzeichen der Sulzschneider Pfarrkirche fließen. Diese wird derzeit in der Werkstatt von Kirchenmaler Günter Hörmann in Ruderatshofen überarbeitet, berichtete Organist und Kirchenpfleger Florian Steinacher, unter dessen Regie das Passionssingen ablief. (fs)

Abschied von der Kirchenverwaltung

(von links) Pfarrer Sajimon Vargese, Claudia Fumian, Konrad Rauch und Kirchenpfleger Florian Steinacher (c) Andreas Filke

Mit Blumen, Präsentkorb und einer Urkunde von Harald Heinrich, Generalvikar im Bistum Augsburg, sind Claudia Fumian und Konrad Rauch (Zweiter von rechts) verabschiedet worden. Konrad Rauch war 24 Jahre lang in der Kirchenverwaltung der Pfarrei St. Pankratius Sulzschneid tätig, Claudia Fumian 18 Jahre. In diesen Zeitraum fielen so wichtige Projekte wie die Kirchensanierung. Zudem restaurierte Claudia Fumian mit ihrer Mutter Marieluise Hipp sämtliche Fahnen und Messgewänder der Pfarrei. Pfarrer Sajimon Vargese (links) und Kirchenpfleger Florian Steinacher dankten ihnen für ihr großes Engagement und begrüßten zugleich die neue Kirchenverwaltung mit Franz Brugger jun., Matthias Brugger, Sandra Hipp und Steinacher. Sie dürfte mit einem Altersschnitt von 34 Jahren zu den Jüngsten im Dekanat, wenn nicht sogar darüber hinaus gehören.